DaVinci, Lovable und Co

Vor wenigen Jahren war ein Imagevideo noch ein echtes Projekt mit Drehtag, Crew und ordentlichem Budget. Heute entstehen erste Clips in wenigen Minuten, direkt aus einem kurzen Textbefehl. Gleichzeitig rüsten klassische Schnittprogramme kräftig nach und packen immer mehr KI in ihre Werkzeuge. Für Unternehmen ist das eine riesige Chance, aber auch ein ziemlicher Tool Dschungel. Wir bringen Ordnung hinein und erklären, welche Werkzeuge es gibt, was sie können und wofür sie sich eignen.

 

Zwei Arten, wie KI beim Video hilft

Grundsätzlich lassen sich zwei Gruppen unterscheiden. Die erste erzeugt Bewegtbild komplett neu: Aus einer Beschreibung in Worten oder einem hochgeladenen Foto generiert die KI einen kurzen Clip. Die zweite Gruppe arbeitet mit bestehendem Material und übernimmt Arbeit beim Schnitt, beim Ton oder bei der Farbe. Die besten Ergebnisse entstehen meist dann, wenn beide Welten zusammenspielen.

 

DaVinci AI: Viele KI Modelle unter einem Dach

DaVinci AI ist eine Plattform für KI Bilder und Videos, die im Browser sowie als App für iOS und Android läuft. Der große Vorteil: Statt für jedes Modell ein eigenes Abo abzuschließen, bündelt DaVinci AI über 50 KI Modelle in einem Arbeitsbereich, darunter Google Veo, Kling, Seedance, Flux und Nano Banana. Damit lassen sich Bilder erzeugen und bearbeiten, Fotos in bewegte Szenen verwandeln oder aus einem Produktfoto ein kurzer Werbeclip machen. Abgerechnet wird über Credits, die Monatspakete starten bei rund 40 US Dollar.

DaVinci AI gehört bei uns zum Arbeitsalltag, und genau deshalb wissen wir: Der Aufwand ist hoch. Gute Ergebnisse brauchen mehrere Anläufe, und gefühlt lernt das Tool aus Korrekturen nicht dazu. Jeder neue Versuch kostet Zeit und Credits. Wer weiß, welches Modell für welche Aufgabe passt und wie ein Prompt aufgebaut sein muss, erspart sich viele Fehlversuche. Hier zählt Erfahrung deutlich mehr als das Tool selbst.

 

Lovable: Vom App Builder zum Allrounder

Lovable ist eigentlich als Vibe Coding Tool bekannt: Websites oder Apps werden in ganz normaler Sprache beschrieben, und Lovable programmiert sie. Inzwischen kann die Plattform deutlich mehr, darunter Dokumente erstellen, Daten auswerten und eben auch Videos generieren. Wir setzen Lovable unter anderem ein, um fetzige Präsentationen für unsere Kund:innen zu bauen, auf Wunsch gleich mit passendem Video. Das geht schneller als früher.

Wichtig zu wissen: Videogenerierung wird pro Sekunde abgerechnet und verbraucht Credits deutlich schneller als Text. Lovable ersetzt also kein Schnittprogramm, ist aber ein starkes Werkzeug, um Idee, Website und Video an einem Ort zusammenzubringen.

 

Veo, Runway und Kling: Videos aus Text

Wer Clips komplett neu erzeugen möchte, landet bei spezialisierten Videogeneratoren. Google Veo, nutzbar über Googles Tool Flow, liefert derzeit besonders realistische Bilder samt passendem Ton. Runway mit dem Modell Gen 4.5 gilt als Allrounder fürs Marketing, weil Generierung und Bearbeitung an einem Ort stattfinden. Kling punktet mit einem guten Preis Leistungs Verhältnis und kann mehrere Kameraeinstellungen in einem Clip erzeugen. Einige dieser Modelle stecken übrigens auch in DaVinci AI.

Wie schnell sich der Markt dreht, zeigt Sora: OpenAI hat die Sora App im April 2026 eingestellt, die Schnittstelle für Entwickler:innen folgte im September. Ein gutes Argument dafür, sich nie von einem einzigen Tool abhängig zu machen.

 

HeyGen und Synthesia: Erklärvideos mit Avatar

Für Schulungen, Produkterklärungen oder Social Media Clips mit Sprecher:in gibt es Avatar Tools wie HeyGen oder Synthesia. Aus einem Skript entsteht ein Video mit einer realistisch wirkenden Person, auf Wunsch in vielen Sprachen. Gerade für mehrsprachige Inhalte spart das enorm Zeit und Budget.

 

So entsteht ein KI Video in der Praxis

Am Anfang steht nicht das Tool, sondern die Idee. Ein Chatbot wie ChatGPT oder Claude hilft beim Skript und beim Storyboard. Danach entstehen die einzelnen Szenen, etwa mit DaVinci AI, Veo oder Runway, gerne ergänzt durch echtes Material vom eigenen Smartphone. Jede Szene wird geprüft, verworfen und neu generiert, bis Bildsprache, Farben und Stimmung zur Marke passen. Im Schnittprogramm wird schließlich alles zusammengefügt, vertont und farblich an die Marke angepasst. Und auf Wunsch bauen wir mit Lovable die passende Landingpage, auf der das Video am Ende seine Wirkung entfaltet.

 

Worauf geachtet werden sollte

So beeindruckend die Ergebnisse sind, ein paar Punkte gehören auf jede Checkliste. Kommerzielle Nutzungsrechte gibt es meist nur in den bezahlten Tarifen. Der EU AI Act sieht außerdem Kennzeichnungspflichten für KI generierte und manipulierte Inhalte vor, vor allem wenn echte Personen oder realistische Szenen zu sehen sind. Generierte Clips sind oft nur wenige Sekunden lang, und die Kosten pro Sekunde summieren sich schnell. Und nicht zuletzt muss jedes Video zur Marke passen: Die KI liefert die Bilder, die Geschichte dahinter kommt immer noch vom Menschen.

 

Was das für KMU und EPU bedeutet

Professionelle Videos sind kein Privileg großer Budgets mehr. Ein Selbstläufer ist die Produktion mit KI aber nicht: Ohne Erfahrung gehen schnell Zeit und Credits verloren, und am Ende stehen Ergebnisse, die nicht zur Marke passen. Der Schlüssel liegt darin, die passenden Werkzeuge für den jeweiligen Zweck zu wählen und einen klaren Prozess aufzusetzen, statt jedem neuen Tool hinterherzulaufen.

Genau das übernehmen wir gerne: von der Idee über Skript und Produktion bis zum fertigen, korrekt gekennzeichneten Video. Und wenn das Video eine Bühne braucht, bauen wir die passende Landingpage gleich mit, ganz gleich ob KMU oder EPU.

 

Wir gestalten Marken, die auch im KI-Zeitalter sichtbar bleiben.

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